Nordische Rassen - European Sleddog

European Sleddog


Der Europäische Schlittenhund

Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts begann man in Skandinavien damit, Schlittenhunderennen mit Deutsch Kurzhaar und English Pointern sowie dem Skandinavischen Hound (Kreuzungen mit Huskys) zu fahren. Im Laufe der Zeit setzte sich dieser Hundetyp auf europäischen Rennen immer mehr durch, 1998/88 wurden alle offenen Rennen in Alaska mit diesem Hundetyp gewonnen. Der Skandinavische Hound bzw. Europäische Schlittenhund ist keine Rasse im eigentlichen Sinne sondern eher ein Hundetyp, der in unterschiedlichen Linien in Funktionszucht gezüchtet wird. Die Zuchtkomponenten sind neben English Pointer und Deutsch Kurzhaar auch einige skandinavische Vorstehhunde. Auffällig ist der schlanke, hochbeinige Körperbau und das relativ kurze Haar. Er gleicht eher einem Windhund als den traditionellen kompakten und eher langhaarigen Schlittenhunden. Er zeichnet sich durch unbändige Lauffreude aus und hat eine hervorragende Athletik. Durch sein ausgeprägtes Sozialverhalten kommt es selbst in großen Gruppen kaum zu Konflikten. Er bindet sich stark an den Menschen, lernt leicht, und hat den Wunsch es dem Musher ständig Recht zu machen. Trotz seines für kalte Gegenden untypischen Aussehens kommt er mit Temperaturen bis etwa minus 25 °C gut zurecht. Bei scharfen Wind ist es aber üblich den Hunden einen Körperschutz in Form von Decken überzuziehen. Beim Yukon Quest oder Iditarod werden diese Decken seit Jahren auch den wesentlich dicker behaarten Alaskan Huskies angelegt.

Europäische Schlittenhunde

Beschreibung

Der Europäische Schlittenhund ist ein eleganter Hund: Rüden werden bis 72 cm groß und 34 kg schwer, Hündinnen sind etwas kleiner und leichter. Er hat kurzes, aber dichtes Fell mit sehr viel Unterwolle in allen Farben und meist mittelgroße Schlapp- oder Knickohren. Als Schlittenhund ist er sehr ausdauernd, hat aber auch großes Sprintpotential.

Wesen

Schlittenhund des neuen Typs, durch seine Bindung an den Menschen auch hervorragender Familienhund. Entwickelt sich im Vergleich zu den traditionellen Schlittenhunden langsam und ist oft erst im dritten Lebensjahr einsatzfähig.

 

Der Unterschied zu den German Trailhounds und Scandinavian Hounds ist kaum festzustellen. Eigentlich sind diese drei Bezeichnungen Namen für ein und den selben Hundetyp. Es läßt sich nicht nachvollziehen wie diese unterschiedlichen Typenbezeichnungen zustande kamen. Man könnte versuchen eine Erklärung in der regionalen Zucht zu finden. So kann man meinen, daß Europäischer Schlittenhund als Rassebezeichnung gilt und Scandinavian Hound und German Trailhound als spezielle Zuchtvarianten.

German Trailhound

Der German-Trail-Hound ist eine reine Blutlinienzucht, hervorgegangen aus Englischen und Italienischen Pointern Deutschem Vorstehhund, amerikanischen Schlittenhundelinien und Greyhound.Von ihm haben sie die Schnelligkeit, von dem Vorsteher die Führigkeit und vom Pointer und Alaskan-Husky die Ausdauer.Sie haben eine gute Gesundheit und Freude beim Laufen und ein gutes Sozialverhalten.

Scandinavian Hound

In Skandinavien ist es schon seit über 50 Jahren Tradition mit Deutsch Kurzhaar und Englisch Pointer Rennen zu fahren. Zu Beginn der 80-ziger Jahre kamen die ersten Alaskan-Huskys nach Skandinavien. Viele skandinavischen Musher meinten man müsste mal was neues in Spiel bringen um die Alaskaner zu Schlagen. Man besann sich auf den alten, aber immer noch Gültigen Satz:" breed the best to the best"!! und so verpaarte man die besten Kurzhaar und Pointer mit dem besten importierten Alaskans und erhielt einen neuen Schlittenhundetyp den "Skandinavien Hound". Der Skandinavien-Hound ist ein robuster, gesunder Hundetyp mit guten Pfoten und sehr gutem Sozialverhalten, auch bei Temperaturen bis -25°C haben die Hunde keinerlei Probleme. Vor der Zucht sollte man sich aber zunächst mit den verschiedenen Zuchtrichtungen befassen und auseinandersetzen. Es gibt Linien die sehr große und kräftige Hunde hervorbringen bzw. solche die einen sehr hohen Prozentsatz an unlimitierten Hunden produzieren. Ab einem Anteil von weniger als 50% Houndanteil ist bei dem Nachwuchs die Äußerlichkeit zu den "klassischen" Alaskan Husky nicht zu unterscheiden Vergleicht man mal "reine" G. Wrigth Hunde mit den Erscheinungsbild der heutigen Skandinavien-Hounds. Der Einfluß der Hounds schwappt mittlerweile auch nach Alaska über. Dieser Hundetyp stellt durch seine unkomplizierte und vielseitige Art eine große Bereicherung im Schlittenhundesport dar und wird in den nächsten Jahren Zucht bestimmend sein und eine Vielzahl von tollen Hunden hervorbringen.